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DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT des Neckar-Odenwald-Kreises gGmbH |
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Mosbach,
30. Mai 2008
Der
Grüntrupp der Dienstleistungsgesellschaft
Neckar-Odenwald-Kreis
(Digeno) hat schon viel Arbeit investiert in den Weinberg unterhalb des
Schreckhofs in Diedesheim, den die Digeno gekauft hat. Nun wurde er
offiziell übergeben; gesucht wird allerdings noch ein
pfiffiger
Name für das „Landkreiströpfle“,
das künftig
aus Trauben der Sorten Auxerrois und Chardonnay gekeltert werden wird.
Nicht nur Landrat Dr. Achim Brötel (vordere Reihe, Mitte)
würde sich über viele Zuschriften ans Landratsamt,
Pressestelle, Renzstr. 10, 74821 Mosbach freuen!Weinberg für die Digeno Mosbach-Diedesheim. Die „nackte“ Meldung – „Landkreistochter Digeno kauft Weinberg in Diedesheim“ - ist zweifellos erklärungsbedürftig. Denn wer prompt unterstellt, dass die Bediensteten des Landratsamtes wohl nichts besseres zu tun hätten, als künftig unter die Winzer zu gehen, der liegt zumindest teilweise falsch. Richtig ist, dass auch weiterhin ein sehr wohlschmeckender Weißwein aus den Rebsorten Chardonnay und Auxerrois gekeltert werden soll. Richtig ist aber auch, dass das Projekt „Weinberg“ für Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitslosen genutzt und zusätzlich in enger Kooperation mit der NABU-Ortsgruppe Mosbach realisiert werden soll, die den Leuten der Digeno in Fragen des ökologischen Weinanbaus beratend zur Seite stehen, aber auch Naturschutzmaßnahmen planen und das Projekt ganz konkret umweltpädagogisch begleiten wollen. Der wunderschön oberhalb des Neckars und unterhalb des Schreckhofs gelegene Weinberg mit einer Größe von knapp 24 ar ist in einem vorbildlich gepflegten Zustand. Der Vorbesitzer, Rudolf Lörch aus Neckarelz, stellte als Bedingung für einen Verkauf, dass der Weinberg auch weiterhin betrieben wird. Was ganz im Sinn der Landkreisverwaltung ist, stellt doch der Weinbau in der Mosbacher Gegend ein wichtiges Kulturerbe dar, das ohne die entsprechende Pflege zu verschwinden droht. Tatsächlich werden nur noch einige wenige Weinberge bewirtschaftet, nicht zuletzt deshalb, weil die Arbeit der Winzer an den meist steilen Hängen und ohne den Einsatz von Maschinen hart und anstrengend ist. Die Folge: viele frühere Weinberge sind verwildert und überwuchert, die Trockenmauern verfallen. Das wird auf dem Weinberg der Digeno nicht passieren. Dafür sorgt der Grüntrupp der Digeno mit den beiden Arbeitsanleitern Thomas Deribo und Paul Unruh, der als gelernter Gärtner für das Projekt verantwortlich ist. Der gebürtige Niedersachse, von Haus aus „mehr mit Bier vertraut“, hat sich unter fachkundiger Anleitung schon gut eingearbeitet und ist mit seiner Truppe „voll dabei“. Denn in einem Weinberg gibt es beinahe zu jeder Jahreszeit Arbeit. Bis zu acht ehemalige Arbeitslosengeld II-Bezieher unterstützen Unruh, alle sind bei der Digeno ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis - zunächst befristet für ein Jahr - eingegangen. Natürlich verbessert sich dadurch ihre Einkommenssituation spürbar; quasi „nebenbei“ erwerben die Mitarbeiter aber auch etliche berufsspezifische Fertigkeiten in dieser Qualifizierungszeit. Auch ganz wichtig: das Selbstwertgefühl wird gestärkt, durch die Arbeitsaufnahme fühlen sich die Leute sozial wieder integriert. Und die Aussichten auf eine Festanstellung „draußen“ sind gut: Im letzten Jahr konnte mehr als ein Drittel der bei der Digeno im Bereich der Dienstleistungen (dazu gehören auch der Bautrupp, das Möbellager und die Umzugskolonne) beschäftigten Personen einen festen Arbeitsplatz bei privaten Firmen bekommen. In einer kleinen Feierstunde wurde nun der Weinberg offiziell übergeben. Mit von der Partie waren außer dem Digeno-Geschäftsführer Marco Eckl und dem Vorsitzenden des NABU Mosbach, Peter Baust, auch Rudolf Lörch und Ernst Bulling aus Diedesheim, der den Verkauf vermittelt hat, sowie der Winzer Andreas Unser aus Leingarten, in dessen Kellern der spätere Wein ausgebaut werden wird. Der hat auch die spannende Frage geklärt, ob denn wohl Wein, dessen Trauben auf einem badischen Weinberg wachsen, der aber in einem württembergischen Weinbaubetrieb ausgebaut wird, trotzdem als „badisch“ deklariert werden darf. Er darf; nicht nur Landrat Dr. Achim Brötel zeigte sich diesbezüglich sehr erleichtert. Was nun noch fehlt, ist ein pfiffiger Name für das künftige „Landkreiströpfle“, das vielleicht sogar zukünftig von Gastwirten im Kreis - Stichwort Regionalität - angeboten werden wird Da hoffen Dr. Brötel und das Digeno-Team auf kreative Ideen. Im Landratsamt (Pressestelle, Renzstr. 10, 74821 Mosbach) jedenfalls würde man sich über viele Vorschläge freuen; der Absender des Namens, auf den die Wahl fällt, darf sich zudem über ein Präsent freuen. zurück |
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